MRO-Simulation: Dynamische Optimierung für Instandhaltung und Reparatur

MRO (Maintenance, Repair & Operations)

Der Bereich MRO (Maintenance, Repair & Operations – auf Deutsch: Wartung, Reparatur und Betrieb) ist ein hochspezielles Planungsgebiet, das sich durch eine extreme Dynamik auszeichnet. Im Gegensatz zu einer klassischen, linearen Serienproduktion sind hier schwankende Liegezeiten und unvorhersehbare Arbeitsumfänge die Regel. Dennoch ist eine Minimierung dieser Durchlaufzeiten stets das oberste Ziel jedes Anlagenbetreibers. Genau hier setzt die MRO-Simulation an: Sie rückt komplexe Qualifikationsmatrizen, teure Spezialwerkzeuge und begrenzte Arbeitsstationen in den Fokus der Betrachtung.

Untersuchungsgegenstand: Warum klassische Planung hier scheitert

MRO-Bereiche zeichnen sich zumeist durch sehr individuelle Materialflusspfade aus. Wenn hochkomplexe Bauteile demontiert, geprüft und manuell bearbeitet werden, gleicht kein Prozess exakt dem anderen. Es kommt zu sogenannten „Loops“ (Schleifen) – beispielsweise wenn ein Bauteil nach dem Schweißen die Qualitätsprüfung nicht besteht und erneut nachgearbeitet werden muss.

An diesem Punkt spielt die MRO-Simulation all ihre Vorteile gegenüber einer statischen Berechnung (wie z. B. in Excel) aus. Eine Tabellenkalkulation kann diese dynamischen Rückkopplungseffekte und Wahrscheinlichkeiten schlichtweg nicht abbilden.

Ziele und Systemgrenzen der Simulation

Bei langen und kostenintensiven Qualifizierungsmaßnahmen für das Personal sowie extrem hohen Investitionen in Spezialwerkzeuge ist eine detaillierte Darstellung der Auslastung essenziell. Nur so können Projektleiter und Geschäftsführer fundierte Investitionsentscheidungen treffen.

Unser Gründerteam verfügt über tiefgreifende Expertise in diesem Sektor. So hat beispielsweise Daniel Wiese besondere Erfahrung im Bereich der Triebwerksinstandhaltung (MRO). Die Luftfahrt, und im Speziellen die Instandhaltung von Flugzeugteilen, ist ein Wirtschaftszweig, mit dem wir bereits sehr erfolgreich in Berührung gekommen sind. Hier werden klassischerweise die kompletten Systemgrenzen vom Zugang des Triebwerks (Intake) bis zur finalen Fertigstellung und Freigabe (Rollout) im digitalen Modell abgebildet.

Unser hauseigener Simulations-Bausteinkasten: Branchenübergreifende Expertise

Um unseren Kunden maximale Effizienz und Geschwindigkeit bei der Modellerstellung zu bieten, haben wir für den Bereich der MRO-Simulation einen eigenen, hochspezialisierten Bausteinkasten (Framework) entwickelt. Er bietet eine automatische Modellgenerierung aus einer übersichtlichen Dateneingabe. Anpassungen und Szenarienbildung sind so jederzeit möglich. Diese Eigenentwicklung erlaubt es uns, hochkomplexe Wartungslogiken schnell und modular an neue Gegebenheiten anzupassen.

Dabei profitiert längst nicht nur die Luftfahrt von dieser Technologie. Die Wartung von schwerem und sicherheitskritischem Gerät ist in vielen Industriezweigen ein gigantischer Kostenfaktor. Mit unserem Bausteinkasten haben wir bereits die komplexen Instandhaltungsprozesse für Betreiber von großen, landesweiten Schienennetzen und europäischen Zugflotten im Fernverkehr erfolgreich simuliert.

Weitere Branchen, die massiv von unserer MRO-Simulation profitieren, sind:

  • Windenergie: Wartung und Überholung von Turbinen, Rotorblättern und Getrieben.
  • Schwerindustrie & Bergbau: Instandhaltung von Großbaggern und Förderanlagen.
  • Schifffahrt: Werftliegezeiten, Motorenwartung und Retrofitting-Prozesse.
  • Militärtechnik: Wartung von Flotten und schwerem Gerät unter strengen Verfügbarkeitsvorgaben.

Der Stresstest: Dynamik und Grenzgänge im Shopfloor

Die Dynamik im Shopfloor ist im MRO-Bereich besonders hoch. Ankünfte neuer, defekter Produkte, die spezifische Reparaturbedürftigkeit und die manuellen Bearbeitungszeiten schwanken stark.

Mit der MRO-Simulation führen wir sogenannte „Grenzgänge“ (Stresstests) durch. Anhand von Planzahlen spielen wir verschiedene Zukunftsszenarien durch. Für unsere Kunden ist dabei vor allem eine Frage interessant: Ab welchem Reparaturvolumen reichen die Kapazitäten an Werkzeugen und Fachpersonal nicht mehr aus, sodass die geforderte Durchlaufzeit reißt?

Konkrete Simulationsergebnisse: Das erhalten Sie

Während eines Simulationslaufs werden tausende Modelldaten erfasst und von uns in anschaulichen, interaktiven Dashboards und Diagrammen nachvollziehbar dargestellt. Zu den wichtigsten Kennzahlen (KPIs) gehören unter anderem:

  • Ausbringung pro Stunde / Tag / Jahr
  • Exakte Durchlaufzeiten inkl. Varianz
  • Reale Auslastung von Maschinen, Spezialwerkzeugen und Werker-Qualifikationen
  • Gezielte Engpassidentifikation (Bottleneck-Analyse)
  • Auslastung und Länge der Warteschlangen vor den Arbeitsstationen
  • Echte Wartezeiten und Liegezeiten
  • Der messbare Effekt von Priorisierungsregeln (z. B. „First In – First Out“ vs. Notfall-Reparatur)

Fazit und nächste Schritte

Egal, ob es um die Triebwerksinstandhaltung oder die Wartung von komplexen Zugflotten geht: Die MRO-Simulation ist Ihr Versicherungsschein gegen teure Fehlplanungen und explodierende Liegezeiten. Erfahren Sie in unserem Grundlagenartikel mehr über die allgemeine Materialflusssimulation

Stehen Sie vor der Herausforderung, ein Instandhaltungswerk neu zu planen oder zu restrukturieren? Kontaktieren Sie uns jetzt und profitieren Sie von unserem eigens entwickelten MRO-Bausteinkasten!

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